Archiv für den Monat März 2012

Bunter Mix an Bildern

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Es krabbelt überall

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Schon zu Beginn meiner Zeit hier in Rio hatte ich öfter mal Ameisenbesuch in meinem Badezimmer. Das ist leider der Nachteil in den südlichen Gefilden, man hat keine hermetisch geschlossenen Wohnungen wie bei uns. Man braucht hier ja meistens auch ein bisschen Frischluft wegen der Wärme und eigentlich sind die Fenster den ganzen Tag offen. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass man ungewollte Mitbewohner hat. Auf jeden Fall habe ich das Problem vor 2 Monaten schnell bewältigen können [das steht natürlich überhaupt nicht im Einklang mit meinem Vegetariersein (selbstverständlich habe ich sie nicht verspeist ;-))], aber seit ein paar Tagen musste ich wieder auf Jagd gehen im Badezimmer, bis ich dann heute mal zu Backpulver gegriffen habe und sämtliche mögliche Löcher im Bad gestopft habe. So weit so gut. Als ich zwei Stunden später wieder im Bad bin stehe ich mitten in der schönsten Ameisenstraße, Oh Gott waren das viele. jedenfalls haben sie wohl das einzige Loch, das ich nicht gefunden hatte, genutzt. Aber ich habe dann auch sehr schnell festgestellt, dass sie nicht aus dem Bad kamen, sondern ins Bad. Und nach genauer Inspektion, auf dunklem Boden gar nicht so einfach, denn die Ameisen sind Miniausgaben, habe ich dann auch ersehen können wo sie herkamen, nämlich aus dem Zimmer meiner Mitbewohnerin. Da die nicht zu Hause war bin ich dann einfach mal ins Zimmer um das Übel zu betrachten und musste feststellen, dass alle Ratschläge unserer Vermieterin, „bloß Sauberkeit walten zu lassen, weil sonst die Ameisen kommen“ in den Wind geschlagen wurden. Also kein Wunder. Mal gucken wie sich das ganze jetzt entwickelt.

Übrigens sind hier Ameisen (Gott sei dank wohnen wir im 10. Stock und die Kakerlaken kommen nicht zu uns) gar nichts ungewöhnliches. In der Küche haben wir immer ein paar. Das ist aber nicht weiter tragisch so man Sauberkeit walten lässt. Aber eben nur dann.

Pão de Queijo selbstgemacht

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Heute habe ich mich mal an eine örtliche Spezialität gewagt. Pão de Queijo.Übersetzt würde es Käsebrot heißen, aber das wird dem Gebäck wohl eher nicht gerecht. Es sind kleine Teigbällchen die auch Käse enthalten. Es gibt sie hier an jeder Ecke zu kaufen. Aber bisher war ich noch nicht überzeugt, sie sind innen nicht ganz durchgebacken und genauso muss es hier auch sein. Aber das ist bisher nicht ganz mein Ding und deshalb wollte ich sie selbst mal ausprobieren und einfach ein bisschen länger backen. Ich hab mir also eine Youtube Anleitung gesucht und losgelegt. Aber begeistert bin ich immer noch nicht. Vielleicht liegt es einfach daran das man hier andere Zutaten verwendet. Vor allem mit Öl wird viel gekocht und gebacken, ich bin eher an Butter gewöhnt. Und Hauptbestandteil ist Polvinho, ein Maniokstärke.

Während ich munter in der Küche gewerkelt habe war draußen das schönste Wetterleuchten im Gange und da ich ja im obersten Stock wohne und ne Superaussicht habe, konnte ich nebenbei gleich noch ne Runde Fotos machen.

Fotoshooting mit Rossana

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Gestern war ich mit meiner Mitbewohnerin Rossana am Strand und hab Fotos gemacht. Hinterher dann noch bei den schönen Graffitis in Rio. Normalerweise haben wir nicht viel miteinander zu tun, aber sie hat zugestimmt als ich sie gefragt habe, zu meiner Freude. Das Wetter war genau richtig zum fotografieren, leicht bewölkt und nicht zu heiß. Nu könnt ihr euch die Ergebnisse angucken:

Nachtrag zum Karneval – Das Sambódromo

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Hier also nun endlich die letzten Bilder vom Karneval. Es sind zwar sehr viele, aber ich wollte euch die Vielfalt die ich da erlebt habe nicht vorenthalten. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich im Sambódromo war und würde es jedem der zum Karneval in Rio ist auch wärmstens ans Herz legen das mitzumachen. Es war einfach außergewöhnlich und einzigartig schön. Seht selbst! Ich war übrigens zur „Desfiles das Campeãs“, der Championsparade, sprich ich habe nur die 6 Gewinnerschulen gesehen. Menos mal.

Vollmond ist was Besonderes in Rio

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Ich habe hier schon zwei Vollmonde in Rio erlebt und fand sie beide beeindruckend schön. Hier ist Vollmond (Lua Cheia) einfach was anderes. Man bemerkt ihn auch wenn man nichts davon weiß. Heute war so ein Tag. Als ich gerade vom Einkaufen nach Hause gekommen bin stand ich im Wohnzimmer und dachte nur: was für ein Mond. Ich habe meine Vermieterin gefragt ob heute Vollmond ist, und sie meinte es sei wohl gestern gewesen. Als sie dann aber ins Zimmer kam und den Mond sah, da war sie auch überzeugt, hat nochmal schnell den Kalender gecheckt, der dann die endgültige Bestätigung gab.

Der Mond hier ist dann besonders groß, so dicht habe ich ihn in Deutschland noch nicht gesehen. Ich habe ja das Privileg im obersten Geschoß mit Balkon und Dachterrasse zu wohnen, sodass ich diesem Ereignis besonders fröhnen kann.

Meine Eltern können sich freuen, sie kommen im April einen Tag vor Vollmond an, können den also auch miterleben. Das heisst natürlich, wenn sie den nicht verschlafen, schließlich sind wir jetzt schon 4h hinter euch. Aber ich habe hier die schönsten Minuten des Vollmonds gerade um kurz vor 19h erlebt, da ist hier nämlich Dämmerung, und bis 19h sollte man wohl gerade noch wachbleiben können. Ich werd‘s erleben.

Von meinem Balkon aus. Links ist der "Pão de Açúcar", also der Zuckerhut.

Bis jetzt läuft alles wie am Schnürchen

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Die erste Woche in der Uni ist um, ich habe schon einen Kurs gewechselt, weil mir die Professorin nicht ganz grün war, und muss dafür leider auch einen anderen Kurs noch wechseln, bei dem ich den Professor eigentlich ganz nett finde. Aber da ich hier ja schließlich richtig was auf den Tisch legen muss um an den Kursen teilzunehmen will ich auch was lernen. Insgesamt glaub ich, sind die Kurse ganz gut. Heute habe ich das erste Mal in der Uni was ausgedruckt (jeder Student hat 100 „frei“ -Drucke (die Uni ist ja teuer genug!!!)). Dafür gibt es hier ein lustiges System. Hier wird wohl sowiso viel mehr gedruckt, was überhaupt ein System notwendig macht. Man holt sich erst eine Erlaubnis um sich im riesigen Computerraum (mehrere Räume mit insgesamt vielleicht 120 Computern) anzumelden und schickt dann den Druck los. Dann geht es weiter zum abholen. An der Wand hängt dann ein Bildschirm, der über den Druckstatus Auskunft gibt und hinter dem Holzregal (siehe Bild) sortieren dann Mitarbeiter die Ausdrucke nach Matrikelnr. und heften die Drucke zusammen. Diese kommen dann ins Regal, nummeriert von 0-9 welche für die Endziffer der Matrikelnr. stehen und dann kann sich jeder selbst bedienen. Entsprechend voll war es dann da auch.

Direkt in meinem ersten Unterrichtsfach hatte ich das Glück eine nette Brasilianerin kennenzulernen, Elisa, die mich recht schnell „adoptiert“ hat und am Wochenende war ich dann mit auf der Geburtstagsfeier einer Freundin, wo auch viele andere PUC-Studenten dabei waren. Danach gings dann noch weiter zum tanzen. Das war schon echt klasse, wobei ich festgestellt habe, dass man hier wohl noch nie was von Ohrenschutz gehört hat, mir sind fast die Ohren abgefallen, so laut war es im Club und nächstes Mal muss ich unbedingt an Ohrstöpsel denken.

Eigentlich möchte ich gerne jeden Tag mit dem Fahrrad zur Uni hin und auch zurück fahren, vor allem um das Portemonnaie zu entlasten, allerdings funktioniert das System leider nicht so wie ich mir das wünsche, und oft genug muss ich trotzdem den Bus nehmen, weil man kein Fahrrad entsperren kann. Wobei ich dazu sagen muss, dass das nicht nur an meiner Blödheit liegt ;), sondern den Cariocas nicht anders geht. Beijos.